telc Deutsch C1 Schreiben – Practice Exam 4
Write a reasoned C1 position on remote work as a standard or privacy in everyday technology. Compare two original models, precise vocabulary and argument evidence. Choose ONE topic, A or B. Write one response, not two. All content is free: no login, credits or payment required.
What can I practise in telc C1 set 4: Remote work or digital privacy?
Take a position on remote work or digital privacy. Practise relating individual choices to practical constraints; the models explain conditions under which a proposal is defensible. Standard telc Deutsch C1: choose one of two argumentative topics, allow 70 minutes and aim for approximately 350 words. The four-criterion official writing rubric has a maximum of 48 points.
These are original Goethi practice models, not official or examiner-graded answers. Official telc format and rubric references. Browse all telc C1 practice sets.
Exam overview
Write a reasoned C1 position on remote work as a standard or privacy in everyday technology. Compare two original models, precise vocabulary and argument evidence. Choose ONE topic, A or B. Write one response, not two. All content is free: no login, credits or payment required.
- ExamStandard telc Deutsch C1
- LevelC1
- ChoiceOne of two topics
- Time70 minutes
- LengthApproximately 350 words
How standard telc Deutsch C1 writing is assessed
- I. Aufgabengerechtheit: fulfil the task, sustain an argument and engage critically with the issue.
- II. Korrektheit: control grammar, syntax and spelling.
- III. Repertoire: use a varied, precise range of vocabulary and structures.
- IV. Kommunikative Gestaltung: organise the text coherently and connect ideas and paragraphs appropriately.
Each criterion uses A = 12, B = 8, C = 4 or D = 0. Add the four criterion scores: maximum = 48 points.
If the response relates to neither of the two available topics, the official rubric assigns D in all four criteria.
The format asks for approximately 350 words in 70 minutes. Write on one topic only. This is argumentative writing, not an email task; no email greeting or closing is imposed.
The task-analysis rows explain these original prompts, not a fixed official checklist. The models have no assigned examiner ratings, and no telc AI grading is provided.
Task sheet
GermanOriginale Goethi-Übung: Standard telc Deutsch C1, Schriftlicher Ausdruck.
Entscheiden Sie sich für Thema A oder Thema B. Verfassen Sie nur einen argumentativen Text mit ungefähr 350 Wörtern. Für diese Schreibaufgabe stehen Ihnen 70 Minuten zur Verfügung.
Entwickeln Sie eine eigenständige Position, begründen Sie Ihre Argumente und setzen Sie sich mit anderen Sichtweisen auseinander. Passen Sie Aufbau und Register an das genannte Publikum an.
Die Situationen und Impulse sind erfundene Übungsmaterialien. Diese Sets sind nicht für C1 Hochschule, C1 Beruf, DTB C1 oder Goethe C1 bestimmt.
Thema A: Mobiles Arbeiten als Standard
Ein Online-Magazin für Beschäftigte und Führungskräfte sucht Beiträge über die künftige Organisation der Arbeit. Verfassen Sie eine Stellungnahme, die unterschiedliche Wohnsituationen und Anforderungen an Zusammenarbeit berücksichtigt.
Sollte mobiles Arbeiten bei geeigneten Tätigkeiten zum Standard werden?
Räumliche Flexibilität spart Wege und ermöglicht es Beschäftigten, konzentrierter und selbstbestimmter zu arbeiten.
Wenn persönliche Begegnungen fehlen und Arbeit in die Wohnung wandert, können Zusammenarbeit und Erholung leiden.
Untersuchen Sie Chancen und Grenzen eines allgemeinen Standards. Gehen Sie auf Einwände ein und formulieren Sie eine begründete Empfehlung für geeignete Tätigkeiten.
Thema B: Technik und Privatsphäre
Ein gesellschaftspolitisches Magazin diskutiert den Umgang mit persönlichen Daten im Alltag. Schreiben Sie für Leserinnen und Leser ohne juristische oder technische Fachkenntnisse. Entwickeln Sie eine begründete Position, keine Rechtsberatung.
Wie viel Verantwortung für digitale Privatsphäre kann dem Einzelnen zugemutet werden?
Wer digitale Angebote nutzt, kann selbst entscheiden, welche Informationen er freigibt und welchen Nutzen er dafür erhält.
Von einer freien Entscheidung kann kaum die Rede sein, wenn die Folgen unübersichtlich sind oder eine Dienstleistung praktisch unverzichtbar ist.
Erörtern Sie den Nutzen datenbasierter Technik und die Grenzen individueller Kontrolle. Setzen Sie sich mit Einwänden auseinander und begründen Sie, welche Verantwortung Anbieter und Nutzende tragen sollten.
Model answers: choose A or B
These are alternative study models. Complete only one task per timed attempt.
Thema A – Mobiles Arbeiten als Standard
Für die einen bedeutet das Arbeiten von zu Hause, konzentriert und ohne langen Arbeitsweg tätig sein zu können. Für die anderen verschwindet damit die Grenze zwischen Beruf und Privatleben. Beide Erfahrungen können zutreffen. Gerade deshalb erscheint mir die Forderung, mobiles Arbeiten grundsätzlich zum Standard zu machen, präziser formuliert werden zu müssen.
Zunächst hängt viel von der Tätigkeit ab. Eine Softwareentwicklerin kann bestimmte Aufgaben unabhängig vom Ort erledigen; bei der Versorgung eines Patienten oder der Reparatur einer Maschine ist das anders. Ein allgemeiner Standard wäre daher höchstens für geeignete Aufgaben sinnvoll. Er dürfte nicht suggerieren, dass Beschäftigte mit ortsgebundener Arbeit rückständig seien oder zwangsläufig weniger Autonomie verdienten.
Wo räumliche Flexibilität möglich ist, bietet sie erhebliche Chancen. Beschäftigte können Arbeitsphasen besser an persönliche Konzentrationsbedingungen anpassen und Zeit gewinnen, die sonst für Wege verloren ginge. Auch Betriebe könnten Bewerber erreichen, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen. Diese Vorteile setzen jedoch einen geeigneten Arbeitsplatz voraus. Wer in einer kleinen Wohnung keinen ruhigen Raum hat, gewinnt durch eine verpflichtende Heimarbeit wenig. Eine Wahlmöglichkeit ist deshalb wichtiger als die bloße Zahl der Tage außerhalb des Büros.
Gegen weitreichende Flexibilität wird häufig der Verlust informeller Zusammenarbeit angeführt. Tatsächlich können kurze Rückfragen oder beiläufige Gespräche beim Einstieg in ein Team helfen. Daraus folgt aber nicht, dass ständige Anwesenheit automatisch gute Zusammenarbeit erzeugt. Unklare Zuständigkeiten verschwinden nicht dadurch, dass alle im selben Gebäude sitzen. Entscheidend sind gemeinsame Erwartungen: Wann muss jemand erreichbar sein, welche Informationen werden dokumentiert und wofür ist ein persönliches Treffen tatsächlich sinnvoll?
Ich würde daher verbindliche Regeln für Zusammenarbeit einem pauschalen Anwesenheitsmodell vorziehen. Teams könnten gemeinsame Präsenztage für Aufgaben vereinbaren, die vom unmittelbaren Austausch profitieren. Zugleich müssten Zeiten ohne Erreichbarkeit respektiert und Leistung anhand nachvollziehbarer Ergebnisse beurteilt werden. Eine Kultur, in der spätabendliche Antworten stillschweigend als Engagement gelten, macht räumliche Freiheit zur dauerhaften Verfügbarkeit.
Besonders neue Beschäftigte benötigen außerdem verlässliche Ansprechpartner, unabhängig davon, wo diese gerade arbeiten.
Mobiles Arbeiten sollte somit dort eine ernsthafte Option sein, wo die Aufgabe es erlaubt. Als verpflichtender Normalfall würde es jedoch unterschiedliche Lebenssituationen und Arbeitsbedingungen übergehen. Fortschritt besteht für mich nicht darin, möglichst viele Büros leer zu lassen, sondern Beschäftigten begründbare Spielräume zu eröffnen, ohne Zusammenarbeit, Gesundheit oder faire Entwicklungsmöglichkeiten dem Zufall zu überlassen.
Thema B – Technik und Privatsphäre
Eine App, die den Alltag erleichtert, verlangt häufig mehr als einen Kaufpreis. Sie kann Zugang zu Standort, Kontakten oder Nutzungsgewohnheiten fordern. Die Zustimmung erfolgt mit einem Fingertipp; ihre Folgen sind weit weniger übersichtlich. Deshalb reicht die Formel, jeder entscheide selbst über seine Daten, als Antwort auf digitale Eingriffe in die Privatsphäre nicht aus.
Personalisierte Technik kann durchaus sinnvoll sein. Eine Navigationsanwendung benötigt beispielsweise Informationen darüber, wo eine gewünschte Fahrt beginnt. Auch Erinnerungsfunktionen können Menschen dabei unterstützen, Termine und Aufgaben zu ordnen. Problematisch ist nicht jede Datenverarbeitung, sondern eine Erhebung, deren Umfang mit dem eigentlichen Zweck kaum noch zusammenhängt. Zwischen einer hilfreichen Funktion und einer umfassenden Beobachtung besteht ein Unterschied, der im Alltag leicht verdeckt wird.
Das Argument freiwilliger Zustimmung wirkt nur überzeugend, wenn eine echte Alternative vorhanden ist. Wer eine Anwendung für Schule, Arbeit oder den Zugang zu einer Dienstleistung benötigt, kann sich ihr nicht immer ohne Nachteile entziehen. Zudem lässt sich aus langen, abstrakten Hinweisen schwer ableiten, welche Informationen später miteinander verknüpft werden. Die Verantwortung für verständliche und begrenzte Verarbeitung kann deshalb nicht vollständig auf die einzelne Person verlagert werden.
Dem wird entgegengehalten, strengere Grenzen könnten nützliche Entwicklungen behindern. Dieser Einwand verdient Beachtung, rechtfertigt aber keine unbegrenzte Sammlung auf Vorrat. Entwickler könnten vielmehr prüfen, welche Daten eine Funktion tatsächlich voraussetzt, wie lange sie gebraucht werden und ob eine Verarbeitung auf dem eigenen Gerät möglich wäre. Datenschutz wäre dann eine Gestaltungsaufgabe von Beginn an, nicht ein nachträgliches Hindernis. Dass eine solche Gestaltung zusätzlichen Aufwand verursacht, macht sie nicht automatisch unverhältnismäßig.
Für die Nutzenden bleibt dennoch ein eigener Handlungsspielraum. Sie können unnötige Freigaben vermeiden und Anbieter nach verständlichen Alternativen fragen. Solche Entscheidungen ersetzen jedoch weder nachvollziehbare Regeln noch wirksame Kontrolle. Gerade Menschen mit wenig technischem Wissen sollten ihre Privatsphäre nicht erst durch umfangreiche Recherche verteidigen müssen. Ein vertrauenswürdiges Angebot müsste auch ohne komplizierte Einstellungen zurückhaltend mit persönlichen Informationen umgehen. Ich plädiere daher für Technik, die ihren Nutzen nicht an möglichst umfassende Einblicke in das Leben ihrer Nutzer bindet. Persönliche Freiheit verlangt mehr als die Möglichkeit, einen vorgegebenen Knopf zu drücken. Sie verlangt Bedingungen, unter denen Menschen verstehen, was sie preisgeben, und eine sinnvolle Leistung erhalten können, ohne dafür unnötig durchsichtig zu werden.
Structure & why it works
Structure
A: Contrasting lived experiences frame the issue, followed by a restriction to suitable tasks. Benefits are qualified by housing conditions. The teamwork objection leads to explicit collaboration rules; a short paragraph singles out new employees before the final defence of choice. B: A familiar app interaction introduces the limits of consent. Necessary processing is distinguished from excessive observation. Unequal choice and the innovation objection lead to design responsibilities, followed by a combined conclusion on user action and meaningful freedom.
Why this works
A: The text distinguishes an available option from compulsory home working. It judges policies by actual autonomy and cooperation rather than simply counting days in an office. B: The response accepts useful technical functions while questioning how much unrelated information they should require. It makes a normative argument without inventing legal obligations or provider guarantees.
Task points
| Task point | German sentence | Why it works |
|---|---|---|
| Define the scope of the proposal | Ein allgemeiner Standard wäre daher höchstens für geeignete Aufgaben sinnvoll. | The contrast with direct patient care and machine repair prevents the recommendation from being applied indiscriminately. |
| Respond to the collaboration objection | Unklare Zuständigkeiten verschwinden nicht dadurch, dass alle im selben Gebäude sitzen. | The response acknowledges informal learning but challenges the assumption that physical presence alone guarantees effective teamwork. |
| State and justify an organisational recommendation | Ich würde daher verbindliche Regeln für Zusammenarbeit einem pauschalen Anwesenheitsmodell vorziehen. | The model develops this preference through purposeful meeting days, boundaries of availability and support for new colleagues. |
| Task point | German sentence | Why it works |
|---|---|---|
| Distinguish useful processing from excessive collection | Zwischen einer hilfreichen Funktion und einer umfassenden Beobachtung besteht ein Unterschied, der im Alltag leicht verdeckt wird. | The navigation example acknowledges a legitimate function before questioning data collection beyond its purpose. |
| Challenge the assumption of entirely free choice | Das Argument freiwilliger Zustimmung wirkt nur überzeugend, wenn eine echte Alternative vorhanden ist. | The subsequent work and education cases explain why pressing a consent button does not always mean meaningful freedom of choice. |
| Answer the innovation objection and establish a position | Datenschutz wäre dann eine Gestaltungsaufgabe von Beginn an, nicht ein nachträgliches Hindernis. | The answer responds constructively to the cost objection by discussing limited collection, duration and local processing. |
Vocabulary
| German | English | Why useful |
|---|---|---|
ortsgebunden | tied to a physical location | A: Describes work that cannot simply move to a home office. |
die Erreichbarkeit | availability / contactability | A: The boundary that must be agreed rather than assumed. |
nachvollziehbare Ergebnisse | results that can be assessed transparently | A: An alternative to judging work through physical visibility. |
auf Vorrat | in reserve / for possible future use | B: Describes collection without a concrete current need. |
unverhältnismäßig | disproportionate | B: Allows a nuanced evaluation of design costs. |
die Freigabe | permission / enabling access | B: Names the decision users can sometimes control. |
Useful expressions
- A: Beide Erfahrungen können zutreffen.
- A: Daraus folgt aber nicht, dass …
- A: Ich würde … einem pauschalen Modell vorziehen.
- B: Die Verantwortung kann nicht vollständig auf … verlagert werden.
- B: Dieser Einwand verdient Beachtung, rechtfertigt aber keine …
- B: Datenschutz wäre eine Gestaltungsaufgabe von Beginn an.
Connectors
Common mistakes
- •A: Do not equate the option of remote work with an obligation to work at home.
- •A: Use „etwas einer Alternative vorziehen“ with a dative alternative: „Regeln einem Modell vorziehen“.
- •A: A schedule proposal should explain its purpose; merely choosing two or three office days is not yet an argument.
- •B: Do not present personal expectations as established law; this task asks for a reasoned position, not legal advice.
- •B: Distinguish necessary data for a function from collection for unrelated purposes.
- •B: Write „welche Daten … voraussetzt“, not „welche Daten setzt … voraus“ inside an indirect question.
These are original Goethi practice materials for standard telc Deutsch C1, not official telc exam questions or evaluations. Goethi is not affiliated with telc gGmbH.
Official telc C1 format references
Format and rubric checked: 10 October 2026. Goethi is not affiliated with telc gGmbH.
